Schweden-Urlaub mit Hund

Wer sich als Hundebesitzer auf den Weg in den Urlaub nach Schweden macht, will natürlich auch gerne seinen Hund mitnehmen. Welche Bestimmungen gerade aktuell für die Einreise nach Schweden gelten, klärt man entweder mit einem deutschen Tierarzt ab oder informiert sich im Internet. Soviel ich weiß, ist mit Stand Januar 2019 lediglich eine gültige Tollwutimpfung erforderlich.

Schweden-Urlaub mit Hund Bild: Silke Nordfjäll
Schweden-Urlaub mit Hund Bild: Silke Nordfjäll

Wenn der Hund mit dem Zug mit nach Schweden reisen soll, empfiehlt es sich, mit den jeweiligen in- und ausländischen Bahngesellschaften vor der Ticketbuchung abzuklären, wie Zugticktes für Hunde gebucht werden sollen und welche Bestimmungen für Hunde gelten. Einfach nur z.B. einen Platz für ein Kind für einen Hund zu buchen, kann ins Auge gehen, weil es bei manchen (ausländischen) Bahngesellschaften “allergiefreundliche” Abteile gibt, in die keine Hunde rein dürfen. Und dass das Abteil ein “hundeunfreundliches” ist, merkt man erst zu spät beim Einsteigen in den Zug, nicht bei der Buchung des Tickets.

Schweden ist genauso ein Land voller Hunde wie Deutschland. Das heißt aber nicht, dass Hunde in Schweden überall willkommen sind oder die gleichen Regelungen gelten wie in Deutschland. Ferienhäuser oder andere Unterkünfte, wo Hunde willkommen sind, sind auch in Schweden begrenzt. Das liegt sicherlich daran, dass viele Vermieter unschöne Erfahrungen mit Hunden machen, aber auch an der Rücksichtnahme auf mögliche Allergiker. In schwedischen Restaurants drinnen z.B. sind Hunde generell wegen möglicher Allergien von Gästen nicht erlaubt.

Wer mit Hund unterwegs ist und als Gast in fremden Unterkünften wohnt, hat Verantwortung für sein Tier zu tragen, Verantwortung für die Einrichtung der Unterkunft und er/sie trägt mit dem eigenen Verhalten und dem des Hundes zur allgemeinen Einstellung gegenüber Hunden und speziell gegenüber Hunden als Feriengästen bei. Dies gilt für Schweden ebenso wie für andere Länder. Dass Hunde nicht überall gerne als Ferienhausbewohner gesehen sind, liegt daran, dass Hundehalter nicht ausreichend dafür sorgen, dass das Eigentum anderer respektvoll behandelt wird. Wenn man selbst seine Hunde zu Hause ungeschützt auf Betten und Sofas liegen lässt oder nass und schlammig in Wohnung oder Haus hineinlässt, dann muss das nicht jedermanns bevorzugte Art der Handhabung sein. Aus Respekt vor dem Eigentum anderer sollte man immer seinen Hund vor Betreten einer Ferien-Unterkunft trocknen und vor allem saubermachen. Man sollte Betten und Sofas immer mit alten Decken oder Laken schützen, wenn der Hund darauf liegt, so dass weder Schmutz noch Haare an die Möbel, Bezüge oder die Bettwäsche kommen. Nicht jeder Gast findet es toll, in Bettwäsche zu schlafen, an der immer noch vom vorigen Gast Hundehaare selbst nach dem Waschen zu finden sind. Flickenteppiche kann man vor dem Einzug des Hundes zusammenlegen und auf Seite rollen, damit sie nicht schmutzig werden. Wer einen Hund hat, dem nach dem grossen-Geschäft-machen Reste davon im Fell rund um den After kleben bleibt, der sollte diesen auch saubermachen, ehe er in die Ferienunterkunft gelassen wird.
Ich bin selbst Hundebesitzer und auch Ferienhausvermieter und kenne somit beide Seiten. Wir alle Hundebesitzer können durch respektvollen Umgang mit dem Eigentum von Ferienhausvermietern oder anderen Ferienunterkünften dazu beitragen, dass Hunde dort auch (wieder) gern gesehene Gäste sind.

In Schweden ist Gesetz, dass Hunde immer in der Zeit vom 01. März bis 20. August zum Schutz von jungen Wildtieren angeleint sein müssen. Gemäß Gesetz darf der Hund nur dann frei laufen, wenn er sich in einigen Metern Entfernung vom Hundebesitzer befindet. Wie bei allen Gesetzen gibt es immer die, die es sklavisch eingehalten sehen wollen und andere, die damit locker umgehen. Hier darf jeder in Schweden urlaubende Hundebesitzer selbst einschätzen, wie gut er oder sie seinen Hund unter Kontrolle hat. Und jeder darf auch für sich selbst über den Sinn und die Logik eines solchen Gesetzes nachdenken, dass angeblich die Wildtiere schützen soll, die dann zu einem späteren Zeitpunkt in ihrem Leben aber vom Menschen gejagt und erschossen werden dürfen.

Redaktioneller Hinweis

Text und Bild: Silke Nordfjäll, im Januar 2019. – “Silke Nordfjäll lebt mit ihrer deutsch-schwedischen Familie in Gästrike-Hammarby, Gävleborgs län, auf einem kleinen Hof im Wald und direkt am See, zusammen mit mehreren Pferden, Hund und Katzen. Auf dem Hof kann man u.a. ein Ferienhaus mieten”.
Infos: www.vastanvindsgarden.com.

Urlaub mit Hund in Schweden

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